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Paris 2024 im Blick: Deutsche Wasserballer mit Sommerkampagne

Deutschlands Wasserballer werden noch acht Länderspiele in der Sommerpause bestreiten (Foto: Sandra Seifert)

Die am 23. Juli startenden Olympischen Spiele in Tokio werden ohne die deutschen Wasserballer stattfinden, doch für den neuen Olympiazyklus soll keine Zeit verloren werden: Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) bestreitet vom 19. Juni an mit seiner A-Nationalmannschaft eine Sommerkampagne mit Trainingsmaßnahmen und gleich acht Länderspielen gegen die Slowakei und die Niederlande. Diese soll mit ersten Trainingseinheiten bereits im Anschluss an das Final Eight der Champions League in Belgrad (3. bis 5. Juni) starten, bei dem das Vereinsteam des deutschen Meisters Waspo 98 Hannover im Einsatz sein wird.

“Wir müssen die Zeit unbedingt nutzen”, weist der scheidende Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) auf die nach der Verlegung der Tokio-Spiele um ein Jahr verkürzte Vorbereitungsphase bis zum nächsten Olympiaqualifikationsturnier hin, das Anfang 2024 zur Austragung kommen dürfte. Der Vertrag des Berliner Wasserballidols (als Spieler in den 1980er-Jahren Olympiadritter und zweimaliger Europameister) endet planmäßig am 31. August; ein Nachfolger soll nach DSV-Vorstellungen bereits im September feststehen. Beobachter vermuten sogar, dass der neue Bundestrainer bereits in der Woche nach den am 8. August Tokio-Spielen vermeldet werden könnte.

Geplant sind acht offizielle Länderspiele: Gegen die Slowakei stehen jeweils zwei Partien auswärts in Nováky (19./20. Juni) und an noch unbekannter Stelle in Sachsen (22./23. Juni) auf dem Programm. Es folgen vier weitere Länderspiele gegen die Niederlande auswärts in Zeist (29. Juni/1. Juli) und vor heimischer Kulisse in Iserlohn (6./8. Juli). Stamm möchte an die Länderspielserie des Sommers 2017 anknüpfen: Damals wurden trotz verpasster WM-Teilnahme vier offizielle Begegnungen gegen Frankreich bestritten. Damit ging die DSV-Auswahl sportlich gut vorbereitet die Höhepunkte des Jahres 2018, und auch in Sachen Teambuilding sei die Maßnahme hilfreich gewesen.

Um den Übergang auf den neuen Zyklus zu erleichtern, werden als Trainer bei allen Maßnahmen die beiden Montenegriner Petar Kovacevic (Cheftrainer Wasserfreunde Spandau 04) und Predrag Jokic (Co-Trainer Waspo 98 Hannover) fungieren. Wie Stamm durchblicken ließ, sollen bei den einzelnen Maßnahmen jeweils 16 Aktive zum Einsatz kommen. Bereits jetzt steht fest, dass nicht mehr alle aktuellen Nationalspieler dabei sein werden gleichzeitig auch „neue Gesichter“ geplant sind. Die jüngeren Aktiven werden im Anschluss an die Länderspiele in Iserlohn in die direkte Vorbereitung für die U20-Weltmeisterschaften in Buenos Aires (28. August bis 5. September) übergehen.

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