Deutschlands Wasserballer haben die Play-offs der Weltliga verpasst: Eine Woche nach der 6:17-Auswärtsniederlage in Barcelona gegen Spanien unterlag die Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) am Dienstagabend in Hamburg auch mit 11:16 (2:2, 2:5, 3:6, 4:3) gegen Spitzenreiter Frankreich und hat damit die Europa-Gruppe B sieglos beendet.
Die Heimpremiere der nacholympischen Saison verlief alles andere als nach Wunsch: Zwar hatte der neue Bundestrainer Petar Porobic aus Montenegro gegenüber der Spanien-Partie auf drei Positionen gewechselt (unter anderem kehrte Routinier Marko Stamm in das Team zurück), doch konnte die DSV-Auswahl auch heute nur im ersten Viertel (2:2) die Partie offengestalten.
So geriet die mit nur noch sechs WM-Teilnehmern von 2019 angetretene deutsche Mannschaft bereits im zweiten Spielviertel mit 3:7 (16.) in Rückstand und konnte auch im weiteren Spielverlauf keine Wende mehr erzwingen. Im Schlussviertel lagen die Hausherren sogar mit 7:15 (28.) im Hintertreffen, ehe das Endresultat noch etwas aufgehübscht werden konnte.
Schlechte Chancenverwertung
Bei insgesamt schlechter Chancenauswertung trafen Denis Strelezkij (3), Mateo Cuk, Marin Restovic, Lukas Küppers (je 2), Marko Stamm und Mark Gansen für den EM-Neunten von 2020. In der EM-Qualifikation hatte es vergangenen Monat beim dortigen Duell beider Teams noch ein 9:9-Unentschieden gegeben.
Die Frankreich-Partie hätte ursprünglich Anfang Januar in Berlin stattfinden sollen, war allerdings einer Corona-Welle auf deutscher Seite zum Opfer gefallen. Die diesjährige Gruppenphase der Weltliga kommt aufgrund terminlicher Engpässe nur mit einer einfachen Runde zur Durchführung, so dass der Wettbewerb für die DSV-Auswahl nach nur zwei Partien beendet ist.
Aus deutscher Sicht schmerzt nicht nur die Niederlage selbst: Mit dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Wettbewerb verpasste die DSV-Auswahl zugleich weitere wichtige der knapp bemessenen Vorbereitungsspiele auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften in Ungarn (18. Juni bis 3. Juli) sowie der Europameisterschaft in Split (27. August bis 10. September).








