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Waspo 98 Hannover erneut deutscher Wasserball-Pokalsieger

Erfolgreiche Titelverteidigung im Wasserball-Pokal: Männer von Waspo 98 Hannover und die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04 holten die Titel.

In den beiden nationalen Wasserball-Pokalwettbewerben gab es erfolgreiche Titelverteidigungen durch die Männer der Waspo 98 Hannover und die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04. Beide Finalveranstaltungen konnten erstmals seit 2019 wieder ohne Zuschauerbeschränkungen ausgetragen werden.

In den bisherigen Bundesliga-Duellen hatte Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 gleich zweimal gegen den amtierenden Meister aus Hannover gewonnen, doch auf der nationalen Pokalendrunde im Vereinsfreibad des ASC Duisburg setzte es eine dicke Klatsche: Die Berliner gewannen nicht ein Spielviertel und hatten am Ende gleich mit 9:17 (1:4, 2:4, 2:4, 4:5) das Nachsehen.

Hannover hatte schnell mit 4:0 geführt und legte nach dem 3:4-Anschlusstreffer der Wasserfreunde mit spektakulären Toren einen weiteren 4:0-Lauf hin, während Spandau zu keiner Phase der Partie wirklich ins Spiel kam. Der Sieger stellte mit Julian Real (bester Spieler) und Moritz Schenkel (bester Torwart) auch die Gewinner der beiden Ehrenpreise.

Rekordniederlage für den Rekordgewinner

Bei den 50. Ausspielung des Wettbewerbs seit 1972 konnte sich die Niedersachsen ihren fünften Pokaltitel in den vergangenen sechs Jahren und den siebten insgesamt holen. Wettbewerbsübergreifend sicherte sich die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer damit seit 2017 den zwölften nationalen Titel in Meisterschaft, Pokal und Supercup bei zuletzt nur noch vier Berliner Erfolgen im gleichen Zeitraum.

Für Rekordgewinner Spandau (31 Pokalsiege seit 1979) setzte es in Duisburg zudem die höchste Niederlage gegen einen deutschen Gegner seit dem Begin der großen Erfolgsserie in Meisterschaft und Pokal.

Duisburg holt Bronze

Auf der Endrunde standen sich gleich vier aktuelle Pokalgewinner gegenüber. Im Duell um Bronze setzte sich der bereits viermal siegreiche Ausrichter ASC Duisburg (zuletzt 2013) im Lokalderby mit 24:6 gegen den 2016 erfolgreichen SV Bayer Uerdingen 08 durch.

In den Play-offs der Bundesliga starten am Donnerstagabend die Halbfinalserien, wobei die beiden Finalisten ebenfalls die klaren Favoriten sind. Hier trifft Hannover diesmal auf Duisburg, während Spandau sich mit dem Halbfinalneuling SV Ludwigsburg misst.

Spandaus Frauen siegen in letzter Minute

Das Frauenfinale wurde dagegen erst in der letzten Spielminute zugunsten von Spandau 04 entschieden. Nationalspielerin Belén Vosseberg in einer dramatischen Partie gegen den SV Bayer Uerdingen 08 52 Sekunden vor dem Ende zum 10:9 (4:2, 2:3, 2:3, 2:1), nachdem die Krefelderinnen einen zwischenzeitlichen 5:8-Rückstand aufgeholt hatten.

Vosseberg wurde auch zur besten Spielerin der Endrunde gekürt. Den Preis für die beste Torfrau nahm Uerdingens brasilianische Nationalspielerin Victoria Chamorro mit.

Für die Wasserfreunde war es bei der vierten Teilnahme an dem Wettbewerb der vierte Titelgewinn in Serie. Die zum dritten Mal in Folge unterlegenen Uerdingerinnen verbleibten dagegen weiter bei sechs Pokalsiegen in den Jahren 2007 und 2012 bis 2016.

Im Spiel um Platz drei setzte sich in der Neuauflage des Vorjahresduells diesmal der ETV Hamburg mit 17:9 gegen Waspo 98 Hannover durch und holte sich zum zweiten Mal nach 2013 die Bronzemedaille.

weiterführende Informationen:
➡️ Homepage Wasserball-Bundesliga
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Video-Aufzeichnung der Endrunden-Partien
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