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Deutsche verpassen Top10 bei Riesenslalom-Auftakt in Sölden

Wurde beim Weltcup-Auftakt in Söden 17.: Stefan Luitz aus Deutschland. Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa
Wurde beim Weltcup-Auftakt in Söden 17.: Stefan Luitz aus Deutschland. Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Die deutschen Alpin-Asse bleiben beim Saisonauftakt in Sölden hinter den Erwartungen zurück. Alexander Schmid überrascht im ersten Lauf, patzt aber im zweiten. Ein Schweizer gewinnt mit knappem Vorsprung.

Stefan Luitz haderte, Alexander Schmid wirkte hin- und hergerissen: Die deutschen Ski-Rennfahrer haben die Top-Ten-Plätze im Riesenslalom beim Weltcup-Auftakt in Sölden verpasst.

Stefan Luitz fuhr beim Sieg des Schweizers Marco Odermatt im Riesenslalom auf dem Rettenbachferner am Sonntag mit 1,35 Sekunden Rückstand auf Rang 17. Alexander Schmid (+1,53), der nach dem ersten Durchgang noch Siebter gewesen war, belegte Platz 19.

Der dritte deutsche Starter, Julian Rauchfuß, war im ersten Lauf ausgeschieden. Der Österreicher Roland Leitinger (+0,07) als Zweiter und Zan Kranjec aus Slowenien (+0,10) komplettierten das Podest.

“Der Grundspeed ist da”

“Der Grundspeed ist da. Oben und unten bin ich dabei bei der Musik”, sagte Stefan Luitz über das erste Rennen nach seinem Materialwechsel.

Im mittleren Streckenabschnitt, auf dem berüchtigten Steilhang mit bis zu 68 Prozent Neigung, hatte der 29-Jährige aber Probleme. “Da muss ich schauen, dass ich der Chef bin und nicht die Ski mit mir fahren”, analysierte der Sportler vom SC Bolsterlang selbstkritisch.

Für Alexander Schmid war es angesichts seiner schwierigen Vorbereitung im ersten Durchgang überraschend gut gelaufen. Der 27-Jährige hatte über den Sommer hinweg lange mit einer Sehnenreizung im linken Knie zu kämpfen und kaum im Schnee trainiert.

Im zweiten Lauf kam er bei zunehmend schwierigen Lichtverhältnissen dann nicht mehr so gut zurecht und rutschte weit aus den besten Zehn. “Innerhalb von zwei, drei Schwüngen die Packung zu kriegen und im Ziel dann so durchgereicht zu werden, ist sehr bitter”, sagte der Athlet des SC Fischen. In Summe sei er mit dem Tag aber “sehr zufrieden”.

Alexis Pinturault, der französische Gesamtweltcupsieger und beste Riesentorläufer der Vorsaison, wurde vor über 9000 Zuschauern Fünfter. Sein Landsmann Mathieu Faivre, der im Februar WM-Gold im Riesenslalom geholt hatte, fiel im zweiten Lauf auf Rang elf zurück.

Im Riesenslalom der Frauen hatte Mikaela Shiffrin (USA) am Samstag ihren 70. Weltcup-Sieg gefeiert. Marlene Schmotz war bei ihrem Comeback 28. geworden, Andrea Filser hatte das Finale verpasst.

© dpa-infocom, dpa:211024-99-717323/3

Beachten Sie zum Auftakt-Sieg von Mikaela Shiffrin:



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