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Schwimm-WM: Erster Sieg für deutsche Wasserballer

Denis Strelezkij erzielte im Schlussviertel zwei entscheidende Treffer auf dem Weg zum ersten WM-Erfolg. Foto: Sandra Seifert

Deutschlands Wasserballer haben sich bei der Schwimm-WM in Budapest den ersten Sieg geholt.

Nach der verpassten Hauptrunde siegte die Wasserball-Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) bei den Platzierungsspielen in Szeged mit 10:9 (2:2, 2:3, 3:3, 3:1) gegen Brasilien und kämpft bei dem 16-Nationen-Turnier nun um Platz 13.

Das erste Platzierungsduell war allerdings von großer Nervosität geprägt, die die deutsche Mannschaft zu keiner Phase der Begegnung ablegen konnte. So kam die DSV-Auswahl fast während der gesamten Partie mit Ausnahme der 2:1-Führung nie über einen Gleichstand hinaus und hatte im zweiten Abschnitt zwischenzeitlich bereits mit 3:5 im Rückstand gelegen.

Strelezkij-Treffer entscheidet

Erst ein spektakulärer Rückraumwurf von Denis Strelezkij brachte im Schlussviertel mit dem 10:9 (30.) die am Ende entscheidende Führung. Der mit seinen 24 Jahren schon zu dem Routiniers zählende Berliner hatte zuvor bereits mit einem Konter für den wichtigen 8:8-Ausgleich gesorgt.

Erfolgreichste deutsche Werfer in der neuen Sportschwimmhalle der ungarischen Provinzstadt waren Lukas Küppers und Denis Strelezkij mit jeweils drei Treffern. Aus dem Kreis der WM-Neulinge konnte sich Philipp Dolff erstmals in die Torschützenliste eintragen.

In der Vorrunde hatte die DSV-Auswahl gegen Japan, Kroatien und Griechenland jeweils Niederlagen hinnehmen müssen. Der neue Bundestrainer Petar Porobic aus Montenegro tritt in Ungarn mit nur geringer Vorbereitung und einer stark verjüngten Mannschaft an: So stehen gleich neun Spieler in dem 13er-Aufgebot., die noch nie bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft dabei gewesen sind

Olympiateilnehmer Kasachstan letzter Kontrahent

Mit dem ersten Sieg bei den noch bis zum kommenden Sonntag laufenden Titelkämpfen beendeten Deutschlands Männer zugleich eine seit März anhaltende Serie von sechs Niederlagen in offiziellen Länderspielen.

In dem abschließenden Spiel um Platz 13 trifft die DSV-Auswahl am Mittwoch ebenfalls in Szeged von 15:30 Uhr an auf den Olympiaelften Kasachstan und könnte damit das bisher schlechteste WM-Resultat (Rang 14 bei den Titelkämpfen 2001 in Fukuoka) noch abwenden. Der Asien-Vertreter war im Parallelduell nach dem coronabedingten Rückzug Kanadas kampflos weitergekommen.

weiterführende Informationen:
➡️ FINA-Homepage der Weltmeisterschaft
➡️ Livestream der Weltmeisterschaft
➡️ Homepage der Wasserball-Bundesliga
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