News Schwimmen Sport Wasserball

Überraschung: 2022 gibt es noch eine Schwimm-WM in Budapest

Für 2022 steht kurzfristig noch eine Schwimm-WM in Budapest auf dem Programm. Foto: Deepbluemedia/Insidefoto

Nach der erneuten Verlegung der Schwimm-WM 2021 in Fukuoka (Japan) auf den Sommer 2023 hat die FINA nun für den Frühsommer 2022 eine weitere, kurzfristig angesetzte Schwimm-WM in Budapest angekündigt.

Der Weltschwimmverband hat heute für einen Paukenschlag gesorgt: Nach der erneuten Verlegung der für den Mai geplanten Schwimm-Weltmeisterschaft 2021 in Fukuoka auf den Sommer 2023 hat die FINA nun für den Frühsommer 2022 eine weitere, kurzfristig angesetzte Schwimm-WM angekündigt, die vom 18. Juni bis 3. Juli in Budapest stattfinden soll.

Die FINA hat damit in dem vielleicht schwimmsportfreundlichsten Land der Welt kurzfristig einen Partner für eine zusätzliche Großveranstaltung gefunden. Der Weltverband reagiert damit zugleich auf den Umstand, dass die letzte Schwimm-WM mittlerweile bereits drei Jahre zurückliegt.

Sportlich würde es damit allerdings bis 2025 dann jedes Jahr eine Schwimm-WM geben: So folgen auf Budapest die Veranstaltungen in Fukuoka (Sommer 2023), Doha (Januar 2024) und Kasan (Sommer 2025). wobei zwischenzeitlich noch die Olympischen Spiele 2024 in Paris und andere Multisportevents eingestreut sind.  

Deutsche Meisterschaften mit Terminproblem

Die neue Veranstaltung brächte auch den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) in massive Schwierigkeiten:

Für Ende Juni ist das nationale Fernsehevent „DIE FINALS 2022“ mit nationalen Entscheidungen in zahlreichen Sportarten angesetzt, das auch die deutschen Meisterschaften im Beckenschwimmen und Wasserspringen in Berlin sowie die Freiwassermeisterschaften in Münster medial in Szene setzen würde.

Beim Wasserball müsste das zur selben Zeit geplante Finalturnier der Champions League in Belgrad weichen, bei dem der deutsche Meister Waspo 98 Hannover noch aussichtsreich im Rennen liegt. Auch der zuletzt bereits unter coronabbedingten Absagen leidende Terminplan der Bundesliga müsste großflächig umgeschrieben werden.

DSV-Wasserballer als Nutznießer?

Ein Nutznießer der Veranstaltung könnte allerdings Deutschlands Wasserball-Nationalmannschaft werden, die die Qualifikation für die Fukuoka-WM um einen Platz verpasst hat.

Durch den faktischen Wechsel des kommenden Ausrichters (Ungarn anstelle von Japan) würde Europa gemäß den FINA-Regularien ein zusätzlicher Startplatz zustehen. Als Kettenreaktion käme dann auch die DSV-Auswahl als in diesem Fall einer von drei europäischen Kontinentalvertretern in den Genuss eines WM-Startplatzes.

weiterführende Informationen:
➡️ Pressemitteilung der FINA im Wortlaut
➡️ Homepage des Deutschen Schwimmverbandes
➡️ weitere News aus der Schwimm-Welt

Hinterlasse einen Kommentar