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Deutsche U21 überzeugt beim EM-Auftakt spät gegen Ungarn

Lukas Nmecha (l) und der Ungar Mihaly Kata in Aktion. Foto: Csaba Domotor/dpa
Lukas Nmecha (l) und der Ungar Mihaly Kata in Aktion. Foto: Csaba Domotor/dpa

Gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner Ungarn tut sich die deutsche U21 zum EM-Auftakt lange schwer. Mit drei Toren belohnt sich das Team aber noch für eine dominante Vorstellung – und holt sich Selbstvertrauen für das wichtige Duell gegen Favorit Niederlande.

Torgarant Lukas Nmecha und Doppeltorschütze Ridle Baku haben die deutsche U21 vor einem EM-Fehlstart bewahrt und den wichtigen Auftaktsieg gegen Mit-Gastgeber Ungarn gesichert.

Mit dem hart erkämpften und am Ende verdienten 3:0 (0:0) in Szekesfehervar verschaffte sich die Auswahl von Stefan Kuntz eine gute Ausgangsposition für den Kampf um den Einzug ins Viertelfinale.

“Mit dem heutigen Auftritt kann man sehr, sehr zufrieden sein”, sagte Ridle Baku bei ProSieben. “Es ist immer schön, wenn du mit einem Sieg startest, drei Tore schießt und zu Null spielst. Das ist schon ein kleines Ausrufezeichen. So kann es weitergehen.”

Die zwei besten Teams der Vierergruppe mit Rumänien schaffen den Sprung in die K.o.-Phase. Am 27. März steht für den deutschen Fußball-Nachwuchs das Duell mit Gruppenfavorit Niederlande an, der zum Auftakt nicht über ein 1:1 (1:1) gegen Rumänien hinauskam.

Knoten nach 60 Minuten gelöst

Torschütze Ridle Baku (l) und Arne Maier feiern das Tor zum 1:0 gegen Ungarn. Foto: Csaba Domotor/dpa
Torschütze Ridle Baku (l) und Arne Maier feiern. Foto: Csaba Domotor/dpa

Der bis dahin unauffällige Lukas Nmecha traf nach Flanke des Wolfsburgers Baku zum wichtigen 1:0 (61. Minute) gegen die offensiv harmlosen Ungarn.

Die beiden weiteren Tore erzielte Ridle Baku, der als einziger U21-Spieler bereits Erfahrung in der A-Nationalmannschaft gesammelt hat, selbst (66./73.). Damit belohnte sich die deutsche Elf für einen dominanten Auftritt, auch wenn ohne den angeschlagen fehlenden Dortmunder Youssoufa Moukoko lange Zeit die Torgefahr fehlte.

“Wir haben verdient 3:0 gewonnen”, konstatierte Kapitän Arne Meier. Am Spielfeldrand ballte Stefan Kuntz nach dem wichtigen 1:0 erleichtert die Fäuste. Der Trainer trieb seine Mannschaft immer wieder mit lauten Kommandos an.

Kuntz verfolgte das Spiel in schwarzer Kapuzenjacke stehend in seiner Coachingzone, die Arme meist verschränkt oder die Hände in den Hosentaschen. Der 58-Jährige stand nach den Spekulationen über seine Zukunft und die mögliche Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw im Sommer besonders im Fokus.

Dominant von Anfang an

Die deutschen Spieler feiern das Tor zum 2:0 durch Ridle Baku (2.v.r). Foto: Csaba Domotor/dpa
Die deutschen Spieler feiern das Tor zum 2:0 durch Ridle Baku (2.v.r). Foto: Csaba Domotor/dpa

Seine Mannschaft hatte Kuntz trotz der kurzen Vorbereitungszeit von nur zwei Tagen gut eingestellt, die DFB-Elf begann konzentriert und dominant.

Die Defensive um Torhüter Finn Dahmen bereinigte die wenigen brenzligen Situationen souverän. Kuntz hatte sich erst wenige Stunden vor dem Anpfiff für den 22-Jährigen vom FSV Mainz 05 als Nummer eins entschieden. Dahmen bewies vor allem seine Stärken mit dem Ball am Fuß und dirigierte seine Vorderleute energisch.

Favorit Deutschland machte in der Anfangsphase viel Druck. Zwingende Torchancen entwickelten sich daraus jedoch kaum. Ein Schuss des starken Niklas Dorsch ging knapp am Pfosten vorbei (12.), der Fürther Außenverteidiger David Raum zielte ebenfalls knapp daneben (25.).

Die Ungarn, die vor dem Turnier von mehreren Corona-Fällen und der verletzungsbedingten Absage des Ex-Herthaners Palko Dardai gebeutelt wurden, hielten gut dagegen, blieben offensiv aber komplett harmlos. Nach einer druckvollen Anfangsphase unterliefen auch dem deutschen Team offensiv mehr und mehr Fehler und Unkonzentriertheiten.

Und auch nach der Halbzeit tat sich die DFB-Auswahl gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner zunächst schwer. Erst der Kopfball von Nmecha nach gut einer Stunde entschied die Partie. Anschließend eröffneten sich der DFB-Auswahl mehr und mehr Räume, die Baku noch zu zwei sehenswerten Treffern nutzte. Die DFB-Elf war nun absolut überlegen und hätte auch noch höher gewinnen können.

© dpa-infocom, dpa:210324-99-959423/4

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