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Beierlorzers Premiere im Europacup: Leipzig-Sieg ist Pflicht

Vertritt Leipzigs Cheftrainer Jesse Marsch in Brügge: Achim Beierlorzer. Foto: Torsten Silz/dpa
Vertritt Leipzigs Cheftrainer Jesse Marsch in Brügge: Achim Beierlorzer. Foto: Torsten Silz/dpa

Vor sechs Jahren war Achim Beierlorzer noch Gymnasiallehrer, nun steht er als Leipziger Trainer in der Champions League am Spielfeldrand, weil sein Chef mit dem Coronavirus infiziert ist.

Ohne Cheftrainer Jesse Marsch und Kapitän Peter Gulacsi muss RB Leipzig beim FC Brügge für das europäische Überwintern auf jeden Fall gewinnen.

Für den positiv auf das Coronavirus getesteten Coach steht Achim Beierlorzer heute (21.00 UHr/DAZN) im Jan-Breydel-Stadion an der Seitenlinie. Dessen Mannschaft stellt sich aufgrund zahlreicher Ausfälle praktisch von selbst auf.

Massive Ausfälle:

Leipzig fehlen in Brügge nicht nur Marsch und Gulacsi. Besonders in der Offensive gibt es für Cheftrainer-Vertreter Beierlorzer kaum Alternativen. Dani Olmo, Dominik Szoboszlai und Yussuf Poulsen fallen teilweise langfristig aus. Auf der Bank sitzen nur unerfahrene Alternativen wie Brian Brobbey, Ilaix Moriba oder Hugo Novoa.

Zittern vor Charles und Hans:

Bei der 1:2-Niederlage im Hinspiel machten besonders zwei Profis des FC Brügge den Leipzigern das Leben schwer. Mittelfeld-Boss Hans Vanaken und Sturm-Juwel Charles de Ketelaere. Gerade der 29 Jahre alte Vanaken ist in der Form seines Lebens, traf in bisher vier Gruppenspielen der Königsklasse bisher dreimal.

Der 20 Jahre alte de Ketelaere ist zwar noch ohne Treffer, besticht aber trotz seiner Körpergröße von 1,92 Metern durch hohes Tempo und enormes Ballgefühl. In Brügge geht man fest davon aus, das Eigengewächs bald für sehr viel Geld verkaufen zu können. Interesse an dem Nationalspieler soll es vom FC Liverpool, AC Mailand und Tottenham Hotspur geben.

Europa-Premiere:

Das hätte der studierte Lehrer wohl selbst nicht mehr zu träumen gewagt. Achim Beierlorzer erlebt im Alter von 54 Jahren seine Premiere als Cheftrainer im Europapokal. Möglich macht es neben dem positiven Corona-Tests von Chefcoach Jesse Marsch auch der Umstand, dass in Marko Kurth der zweite Co-Trainer wegen eines Positivtests im familiären Umfeld ebenfalls nicht mit nach Brügge reist. “Das Sportliche darf trotzdem nicht in den Hintergrund treten. Wir haben noch die Chance, europäisch zu überwintern”, sagte Beierlorzer.

Mit Matchplan und Martinez:

Statt Peter Gulacsi wird der Spanier Josep Martinez im Tor von RB Leipzig stehen. Seine Pläne musste Beierlorzer deshalb aber nicht ändern. “Josep hat unheimlich viel Qualität. Er wird Pete gut vertreten”, sagte Beierlorzer. “Spielerisch ist er so gut, dass wir nicht den kompletten Matchplan umwerfen werden.”

© dpa-infocom, dpa:211123-99-114989/3

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