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Fußball-Bundesliga: Sechs Spiele, sechs Köpfe

Will bei der TSG 1899 Hoffenheim mit dem BVB wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen: Marco Reus. Foto: Christian Charisius/dpa
Will bei der TSG 1899 Hoffenheim mit dem BVB wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen: Marco Reus. Foto: Christian Charisius/dpa

Bundesliga-Tabellenführer Bayern München tritt erst am Sonntag bei Hertha BSC an. In Sinsheim treffen zwei Pokal-Verlierer aufeinander, und auch Gladbach ist auf Wiedergutmachung aus.

Berlin (dpa) – Nach dem Pokal-Aus beim FC St. Pauli lieferte sich BVB-Kapitän Marco Reus ein verbales Scharmützel mit einer Reporterin. Im Duell mit einem anderen Pokal-Verlierer will er wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen.

In Fürth steht der Mainzer Trainer-Vertreter im Fokus, in Gladbach ein Neuzugang. Sechs Spieler und Trainer, auf die heute zu achten sein wird:

SC Freiburg – VfB Stuttgart

VINCENZO GRIFO – Für den aus Pforzheim stammenden Offensivmann ist das Baden-Württemberg-Duell immer ein besonderes Spiel. Und passend dazu ist er aktuell auch noch richtig gut in Form. Beim 4:1 bei der TSG 1899 Hoffenheim unter der Woche ebnete Grifo den Freiburgern mit zwei Toren den Weg ins Viertelfinale des DFB-Pokals. Gemeinsam mit Kapitän Christian Günter bildet Freiburgs Topscorer ein gefährliches Gespann auf der linken Seite. Mit seinem feinen Fuß trug er diese Saison auch schon erheblich zur Standardstärke der Badener bei. VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo ist gewarnt vor dem Edeltechniker.

Bayer Leverkusen – FC Augsburg

PATRIK SCHICK – 18 Tore nach 19 Bundesliga-Spielen gelangen vor ihm noch keinem Bayer-Profi. Patrik Schick hat großen Anteil, dass sein Team als Dritter gut im Rennen um die Champions League liegt. Bemerkenswert ist die Effizienz des 25 Jahre alten Tschechen. Von allen Profis mit mehr als fünf Toren benötigte er bei einem Schnitt von 3,1 die wenigsten Torschüsse. Mit seiner Torquote rangiert er derzeit sogar vor den Superstars Robert Lewandowski und Erling Haaland. Schick trifft alle 70 Minuten, Bayerns Weltfußballer alle 71 und der BVB-Stürmer alle 72 Minuten. Allein sechs Schick-Treffer legte Florian Wirtz auf – ebenfalls Ligabestwert.

Borussia Mönchengladbach – 1. FC Union Berlin

MARVIN FRIEDRICH – Gleich in seinem zweiten Liga-Spiel nach seinem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach muss Marvin Friedrich gegen die alten Kollegen ran. Über die Konstellation musste selbst Gladbachs Trainer Adi Hütter schmunzeln – und viel zu schmunzeln hat der Österreicher derzeit angesichts der Lage der Borussia nicht. Auch daran ist Friedrich durchaus beteiligt. Der 26-Jährige wurde als Nachfolger für spätestens im Sommer wechselnden Matthias Ginter geholt und ist gleich Stammkraft am Niederrhein. Dabei gibt es noch ganz viel Luft nach oben. Die ersten beiden Auftritte beim 1:2 gegen Leverkusen und im Pokal beim 0:3 in Hannover waren – vorsichtig formuliert – noch ausbaufähig.

SpVgg Greuther Fürth – FSV Mainz 05

Kennen Sie BABAK KEYHANFAR? Keyhanfar ist der Assistent vom Mainzer Coach Bo Svensson und ersetzt seinen Boss an der Seitenlinie. Denn Svensson ist nach vier Gelben Karten gesperrt. Babak habe einen „sehr guten Draht zur Mannschaft. Ich glaube, dass die Jungs für ihn durchs Feuer gehen werden“, sagte Svensson über seinen Ersatzmann.

TSG 1899 Hoffenheim – Borussia Dortmund

MARCO REUS – Nach dem Pokal-Knockout beim Zweitligisten St. Pauli war Marco Reus sichtlich gereizt. „Wo sind die Bayern jetzt enteilt? Sechs Punkte, richtig? Sollen wir jetzt aufgeben, oder was?“, antwortete der BVB-Kapitän im ersten ARD-Interview auf die Frage nach den nur noch geringen Titelchancen der Borussia. Nicht nur die dürftige Leistung des gesamten Teams, sondern auch seine eigene schwache Vorstellung bereitete dem 32 Jahre alten Routinier Frust. In keinem der drei Pflichtspiele nach der Winterpause konnte Reus wirklich überzeugen. Sein Trainer Marco Rose stärkte ihm dennoch demonstrativ den Rücken: „Ich kann nicht erkennen, dass er in irgendeiner Form überspielt ist. Er ist unser Kapitän – und ich stehe zu unserem Kapitän.“

VfL Bochum – 1. FC Köln

MILOS PANTOVIC: Er gilt mittlerweile als Garant für schöne Treffer. Nachdem Milos Pantovic bereits mit zwei Traumtoren aus gut 40 Metern in der Bundesliga-Hinrunde für Furore gesorgt hatte, festigte er auch im Pokalspiel gegen Bremen mit einem Doppelpack seinen Ruf als Kunstschütze. Vor allem sein Heber zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung seines Teams zeigte, über welch feine Technik der in München geborene Serbe verfügt. Der beim FC Bayern ausgebildete 25-Jährige ist mit nunmehr sieben Pflichtspieltoren der erfolgreichste VfL-Schütze und auf gutem Weg zu einem Stammplatz in der Startelf.

© dpa-infocom, dpa:220121-99-802805/3


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