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Eishockey-Sorgen: Corona-Fälle und DEG-Quarantäne

Bei der DEG gibt es mehrere positive Corona-Fälle. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Bei der DEG gibt es mehrere positive Corona-Fälle. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Deutsche Eishockey Liga ist besorgt über die Corona-Fälle in München und Düsseldorf, die derzeit für Spielabsagen sorgen. Die möglichen Folgen für den weiteren Verlauf der Saison treiben die Verantwortlichen um – auch das Spitzenspiel wird verlegt.

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist nach zahlreichen Corona-Fällen in München und Düsseldorf mit Blick auf die weitere Saison besorgt. 

“Wir besprechen sowohl intern mit unseren Beratern als auch mit den 15 Clubs alle Optionen schnellstmöglich. Dass nun durchgeimpfte Spieler, teilweise sogar trotz negativer Tests, von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt wurden, ist eine neue Situation”, hieß es in einer Stellungnahme der DEL am Donnerstag.

Zuvor war am Morgen bekannt geworden, dass wegen zahlreicher Corona-Fälle in der Mannschaft der Düsseldorfer EG für Spieler, Trainer und Betreuer eine fünftägige Quarantäne angeordnet wurde. Die DEG bestätigte dies in einer Mitteilung.

Als Folge dessen wurden die Spiele der DEG gegen die Straubing Tigers am Freitag (19.30 Uhr) und bei den Nürnberg Ice Tigers am Sonntag (16.30 Uhr) abgesagt. Zuvor waren waren Spiele von Red Bull München wegen 22 Corona-Fällen abgesagt und teilweise neu angesetzt worden.

Fälle in Düsseldorf und München

“Trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen sind nun auch wir von positiven Fällen betroffen”, sagte DEG-Sportdirektor Niki Mondt. “Die nun angeordnete Quarantäne ist sinnvoll, um weitere Ansteckungen zu verhindern.”

Wie viele Spieler positiv getestet wurden, teilte der Verein nicht mit. Erst vor wenigen Tagen war ein Corona-Ausbruch beim EHC Red Bull München bekannt geworden. Dort waren zuletzt 16 Spieler sowie sechs Personen aus dem Betreuer- und Trainerstab positiv auf das Virus getestet worden. Auch hier mussten mehrere Spiele verschoben werden, auch das Spitzenspiel am Sonntag gegen den deutschen Meister Eisbären Berlin.

“Wir wollen einen fairen Wettkampf und ordentlichen Spielbetrieb. Darum stand es für uns außer Frage, der gewünschten Spielverlegung zuzustimmen. Wir befinden uns leider immer noch mitten in einer Pandemie, die sämtliche Planungen von heute auf morgen zunichtemachen kann”, sagte Stéphane Richer, der Sportdirektor der Berliner.

“Bislang sind wir mit unseren Anliegen aufgrund der besonderen Umstände bei allen Clubs auf breites Verständnis und unglaubliche Kooperationsbereitschaft gestoßen”, meinte Christian Winkler, Managing Director Sports Red Bull Eishockey.

Folgen für die Liga

Welche Folgen die Ausbrüche in Düsseldorf und München möglicherweise auch bei anderen Clubs haben könnten, ist bislang nicht bekannt.

Das Spiel zwischen München und Düsseldorf datiert vom 24. September, ein Zusammenhang dürfte wahrscheinlich kaum bestehen. Die DEG spielte am vergangenen Dienstag jedoch noch bei den Kölner Haien (6:1). “Wir haben ein enges Testprotokoll und stehen ohnehin ständig in einem engen Austausch mit der Liga”, sagte Haie-Geschäftsführer Philipp Walter auf dpa-Anfrage. 

So habe man am Donnerstag turnusmäßig vor dem Spiel-Wochenende eine PCR-Testreihe durchgeführt. Am Freitag spielt der achtmalige Meister beim ERC Ingolstadt, am Sonntag ist spielfrei für den KEC. Die PCR-Testergebnisse dürfen für die Spiele nicht älter als 48 Stunden sein. 

Hallensportarten wie Handball, Basketball und eben Eishockey wurden durch die Pandemie bereits besonders hart getroffen. Wegen des erhöhten Infektionsrisikos in geschlossenen Räumen wurden besonders strikte Vorschriften für den Schutz festgelegt.

Die Saison 2020 hatte die DEL vor den Playoffs abgesagt, einen Meister gab es nicht. Die vergangene Saison begann erst kurz vor Weihnachten, mit verkürzten Playoffs und ohne Zuschauer. Die Eisbären Berlin wurden Meister in gestrafften Playoffs und Serien nach dem Modus best of three.

© dpa-infocom, dpa:211021-99-678761/6



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