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Teil-Abzug von US-Soldaten: Trump bestätigt Reduzierung in Deutschland

Donald Trump lässt sich 2018 während eines Zwischenstopps auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Ramstein mit Militärangehörigen fotografieren. Foto: Shealah Craighead/White House /dpa
Donald Trump lässt sich 2018 während eines Zwischenstopps auf dem Stützpunkt der US-Luftwaffe in Ramstein mit Militärangehörigen fotografieren. Foto: Shealah Craighead/White House /dpa

Schon seit Tagen berichten US-Medien von einem geplanten Abzug eines Teils der US-Soldaten aus Deutschland. Nun bestätigt US-Präsident Trump entsprechende Pläne – und greift Deutschland scharf an.

US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er die Zahl der US-Soldaten in Deutschland durch einen Teil-Abzug auf 25.000 reduzieren möchte. Trump sagte zur Begründung, Deutschland weigere sich, die Verteidigungsausgaben so zu erhöhen, dass das selbstgesteckte Nato-Ziel erreicht werde.

Derzeit sind rund 34.500 US-Soldaten in Deutschland stationiert. Trump sprach von 52.000 Soldaten. In dieser Zahl dürften rund 17.000 amerikanische Zivilisten im Dienst der US-Streitkräfte enthalten sein.

Die Bundesregierung hatte auf erste Medienmeldungen zu einem Abzug von US-Truppen mit Bedauern reagiert. „Wir sind enge Partner im transatlantischen Bündnis. Aber: Es ist kompliziert“, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) der Bild am Sonntag zum deutsch-amerikanischen Verhältnis.

Der US-Präsident kritisierte außerdem: “Warum zahlt Deutschland Russland Milliarden Dollar für Energie, und dann sollen wir Deutschland vor Russland schützen? Wie soll das funktionieren? Es funktioniert nicht.”

Donald Trump spielte unter anderem auf die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 an, die Gas von Russland nach Deutschland bringen soll – unter der Umgehung der Ukraine und Polens. Die USA wollen Nord Stream 2 verhindern und haben Ende vergangenen Jahres Sanktionen verhängt.

Trump warf Deutschland am Montag außerdem vor, die USA beim Handel zu benachteiligen. Die Verhandlungen mit der EU über ein Handelsabkommen verliefen bislang nicht zu seiner Zufriedenheit.

Trump kritisiert zu niedrige Verteidigungsausgaben

Mit Blick auf die Nato fügte Trump hinzu, Deutschland sei einer der wenigen Mitgliedsstaaten, die sich nicht dazu bereiterklärt habe, das selbstgesteckte Nato-Ziel bei Verteidigungsausgaben zu erfüllen. “Deutschland ist seit Jahren säumig und schuldet der Nato Milliarden Dollar, und das müssen sie bezahlen.”

Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato sieht vor, dass sich alle Alliierten bis 2024 dem Ziel annähern, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Deutschland hat die Ausgaben in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert, lag aber 2019 dennoch erst bei einem BIP-Anteil von 1,38 Prozent.

Vor allem Trump übt deswegen kontinuierlich Kritik an der Bundesregierung und wirft ihr zu geringes Engagement vor. Trump sagte am Montag, auch zwei Prozent seien eigentlich noch zu wenig.

Trump verwies auch auf die wirtschaftlichen Schäden, die ein Teil-Abzug der US-Soldaten aus Deutschland für die Umbegung der betroffenen Standorte hätte. “Das sind gut bezahlte Soldaten. Sie leben in Deutschland. Sie geben viel von ihrem Geld in Deutschland aus.” Der Präsident fügte hinzu: “Bis sie (die Deutschen) bezahlen, ziehen wir unsere Soldaten ab, einen Teil unserer Soldaten.”

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News vom 7. Juni 2020
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