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Schwarzsalz: Warum Kala Namak eine Ei-Note hat

Dank Eisen und Schwefel: Kala Namak Salz, auch Black Salt genannt, schimmert meist bräunlich-rosarot bis dunkel-violett. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Dank Eisen und Schwefel: Kala Namak Salz, auch Black Salt genannt, schimmert meist bräunlich-rosarot bis dunkel-violett. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Kala Namak ist nicht das einzige fast schwarze Salz, aber das einzige, das schweflig riecht und nach Ei schmeckt. Das nutzt die vegane Küche, um Ei-Geschmack zu imitieren.

Schwarzsalz ist Bestandteil von Gewürzmischungen wie Garam Masala und ähnelt geschmacklich dem typischen Ei-Aroma: Daher gilt das Kala Namak genannte Salz auch als optimaler Lieferant für Ei-Aroma in der veganen Küche.

Der Ei-Geschmack rührt her von einer relativ hohen Konzentration an Schwefelwasserstoff in dem Mineral. Klingt giftig? Ist es aber nicht. Bei normaler Anwendung ist Kala Namak nicht gesundheitsschädlich, gibt das Bundesinstitut für Risikobewertung Entwarnung.

Bei der traditionellen Herstellung wird das Steinsalz aus dem Himalaya mit Holzkohle, Gewürzen, Kräutern und Samen vermengt und erhitzt, erklärt Silke Noll, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Das rosarot-bräunlich bis dunkelviolett gefärbte Salz erhält seine von handelsüblichen Salz oder beispielsweise portugiesisches Flor de Sal abweichende Farbe durch Eisensulfit, Natriumsulfat und eben Schwefelwasserstoff.

Im Handel ist neben dem traditionell hergestellten Kala Namak auch günstigeres, synthetisches Schwarzsalz erhältlich. Um letzteres herzustellen wird herkömmliches Kochsalz mit Eisensulfit, Natriumsulfat und Schwefelwasserstoff angereichert.

© dpa-infocom, dpa:220506-99-180028/2

weiterführende Informationen:
➡️ BfR zu Schwarzsalz (Kala Namak Salz)
➡️
Verbraucherzentrale Bayern zu Kala Namak Salz
➡️ weitere News rund um das Thema Salz



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