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2. Liga: Werder muss um Aufstieg zittern, Schalke wieder vorn

Einmal mehr der Schalker Matchwinner: Simon Terodde (M). Foto: Uwe Anspach/dpa
Einmal mehr der Schalker Matchwinner: Simon Terodde (M). Foto: Uwe Anspach/dpa

Was wäre der FC Schalke 04 ohne Simon Terodde? Der Torjäger schießt den FC Schalke zurück an die Spitze. Werder Bremen hat sich dagegen einen bösen Ausrutscher gegen Holstein Kiel erlaubt.

Der FC Schalke 04 hat die Tabellenspitze in der 2. Fußball-Bundesliga zurückerobert und befindet sich auf Aufstiegskurs.

Die Königsblauen kamen am drittletzten Spieltag zu einem hart erkämpften 2:1 (0:0) beim SV Sandhausen und überholten mit nun 59 Punkten den SV Werder Bremen (57), der trotz 2:0-Führung gegen Holstein Kiel noch mit 2:3 (2:1) verlor.

Werder kann am Samstag sogar auf den dritten Platz abrutschen, sollte der SV Darmstadt 98 (54) am Samstag sein Heimspiel gegen Erzgebirge Aue gewinnen. Der FC St. Pauli (54) belegt nach dem unglücklichen 1:1 (0:0) im Verfolgerduell mit dem 1. FC Nürnberg (51) den vierten Platz.

Auch der Hamburger SV (51) hätte mit einem Erfolg beim bereits abgestiegenen Schlusslicht FC Ingolstadt noch Aufstiegschancen.

Düsseldorf macht Klassenerhalt perfekt

Fortuna Düsseldorf hat durch den Sieg in Heidenheim den Klassenerhalt perfekt gemacht. Foto: Stefan Puchner/dpa
Fortuna Düsseldorf hat durch den Sieg in Heidenheim den Klassenerhalt perfekt gemacht. Foto: Stefan Puchner/dpa

Im Abstiegskampf hat Fortuna Düsseldorf durch ein 3:1 (2:0) beim 1. FC Heidenheim den Klassenerhalt perfekt gemacht. Auch Hannover 96 dürfte nach dem 2:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC gerettet sein.

In Sandhausen rettete wieder einmal Torjäger Simon Terodde (71. und 90.+1) mit einem Doppelpack die Schalker, die sich sehr schwer taten. Zwischenzeitlich hatte der Ex-Hamburger Dennis Diekmeier zum Ausgleich getroffen (83.). Die Punkte waren besonders wichtig, denn mit Spielen gegen St. Pauli und in Nürnberg wartet ein schweres Restprogramm.

Sandhausen dürfte trotz der Niederlage nach einer starken Rückrunde auch im nächsten Jahr der Zweiten Liga angehören, entsprechend wurde der auslaufende Vertrag mit Trainer Alois Schwartz bis 2024 verlängert.

„Pure Enttäuschung“ in Bremen

Marvin Ducksch und seine Bremer gingen trotz einer 2:0-Führung gegen Kiel als Verlierer vom Platz. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Marvin Ducksch und seine Bremer gingen trotz einer 2:0-Führung gegen Kiel als Verlierer vom Platz. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Zwei Eigentore von Niclas Füllkrug (45.+2) und Anthony Jung (71.) sowie ein Tor von Julian Korb (85.) versetzten den SV Werder Bremen in Schockzustand.

Dabei lief für Werder alles nach Plan, nachdem das Torjäger-Duo Füllkrug (2.) und Marvin Ducksch (23.) für eine schnelle 2:0-Führung gesorgt hatte. Für Füllkrug war es das 17., für Ducksch gar das 20. Saisontor.

„Das ist pure Enttäuschung. Wir spielen zu Hause vor so einer Kulisse. Wir starten gute ins Spiel, es läuft alles für uns und wir geben das Ding aus der Hand. Das ist natürlich selbst verschuldet“, haderte Bremens Jung beim TV-Sender Sky.

Marco Friedl ergänzte: „Wir spielen 70 Minuten richtig schlechten Fußball. Wir haben viel zu viel zugelassen. Wenn wir so spielen, steigen wir nicht auf.“

Paulis Igor Matanovic schirmt den Ball gegen Fabian Nürnberger (r) vom 1. FCN ab. Foto: Christian Charisius/dpa
Paulis Igor Matanovic schirmt den Ball gegen Fabian Nürnberger (r) vom 1. FCN ab. Foto: Christian Charisius/dpa

St. Pauli wurde erneut in der Schlussphase durch Taylan Duman (90.+2) kalt erwischt, nachdem Daniel-Kofi Kyereh per Foulelfmeter getroffen hatte (74.).

Düsseldorf setzte durch Tore von Jakub Piotrowski (20.), Felix Klaus (33.) und Christoph Klarer (56.) seine Erfolgsserie unter dem neuen Coach Daniel Thioune fort.

Seit der Verpflichtung des Ex-HSV-Trainers im Februar gab es nun schon in elf Spielen fünf Siege und sechs Unentschieden. Heidenheim kam durch Maurice Malone nur zum zwischenzeitlichen Anschlusstor (47.).

Hannovers Torschütze Hendrik Weydandt (r) im Zweikampf mit dem Karlsruher Tim Breithaupt. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Hannovers Torschütze Hendrik Weydandt (r) im Zweikampf mit dem Karlsruher Tim Breithaupt. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Hannover durfte durch Hendrik Weydandt (25.) und Maximilian Beier (90.+3) über einen Sieg jubeln. Bei neun Punkten Vorsprung auf Dynamo Dresden können die Niedersachsen ihre Planungen für die neue Saison weiter vorantreiben.

Dabei soll Trainer Stefan Leitl vom Bundesliga-Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth die 96er im nächsten Jahr wieder nach oben führen – unterschrieben hat der neue Coach allerdings noch nicht.

© dpa-infocom, dpa:220429-99-100765/5


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