Fußball

Frankfurt siegt weiter: Champions League “ein Riesentraum”

Ob die Champions League für die Eintracht realistisch ist? 'Wenn wir so weiterspielen auf alle Fälle', sagt Trainer Adi Hütter. Foto: Uwe Anspach/dpa
Ob die Champions League für die Eintracht realistisch ist? 'Wenn wir so weiterspielen auf alle Fälle', sagt Trainer Adi Hütter. Foto: Uwe Anspach/dpa

In der Vergangenheit ließ sich die Eintracht oft von ihren Fans beflügeln, in der Corona-Gegenwart spielen die Frankfurter derzeit auf, als brüllten ihre Anhänger sie von Sieg zu Sieg.

Die einstigen Europa League-Liebhaber von Eintracht Frankfurt haben plötzlich die Königsklasse im Blick.

Nach dem 3:1 (1:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim ist die Mannschaft von Trainer Adi Hütter als einziges Team in der Fußball-Bundesliga 2021 noch unbesiegt und meldet als Tabellenvierter nun neue Ambitionen an.

Ob die Champions League realistisch ist, wurde der 50 Jahre alte Österreicher gefragt – und Hütter zögerte keinen Moment: “Wenn wir so weiterspielen auf alle Fälle.”

Eintracht-Fans wissen natürlich: 1960 stand ihr Club mal im Finale des Europapokals der Landesmeister – unterlag in Glasgow vor sagenhaften 135.000 Zuschauern mit 3:7 Real Madrid, angeführt von einem gewissen Ferenc Puskas.

Hinteregger will abheben

Mitten im sportlichen Höhenflug von Eintracht Frankfurt hat Martin Hinteregger tatsächlich Pläne fürs Abheben. Der österreichische Abwehrrecke will irgendwann einen Rettungshubschrauber fliegen und macht deshalb momentan seine Lizenz als Helikopterpilot.

Die Fernsehserie ‘Der Bergdoktor’ animierte den Eintracht-Kapitän, der mittlerweile auch den einen oder anderen Kollegen für sein Hobby begeistert hat. Bildlich gesprochen schweben Hinteregger und Co. in der Fußball-Bundesliga derzeit ebenfalls über den Wolken und sehnen sich nach der Champions League.

Hobby-Pilot Hinteregger ist ebenso begeistert vom Höhenflug seiner Mannschaft und von den rosigen Aussichten. “Natürlich registriert man die Spiele der Konkurrenten und natürlich registriert man die Tabelle”, sagte der Abwehrchef. “Wir haben gesehen, dass wir einen riesigen Schritt machen können. Genau so müssen wir weitermachen.”

“Die Eintracht hat noch nie Champions League gespielt. Das wäre ein Riesentraum, aber das ist noch ein weiter Weg”, so der Abwehrchef der Eintracht nach dem Spiel am Sonntag.

Hütter: “Noch 14 Runden zu spielen”

Die rauschenden Europa League-Nächte sind den Frankfurtern noch bestens in Erinnerung: 2018/2019 stürmte die Eintracht bis ins Halbfinale gegen den FC Chelsea, ein Jahr später scheiterte das Hütter-Team im Achtelfinale am FC Basel.

Mit einer Serie von neun ungeschlagenen Spielen empfahlen sich die Frankfurter jetzt erstmal für einen Platz im internationalen Geschäft. Kaum auszumalen in Geisterspiel-Zeiten, was im Frankfurter Stadion los wäre, wenn die heißblütigen Eintracht-Fans ihre Lieblinge am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Köln und die Woche darauf gegen den FC Bayern München live sehen könnten.

“Wenn die Saison vorbei wäre, wäre es ein absoluter Traum. Aber es sind noch 14 Runden zu spielen”, sagte Hütter beim Pay-TV-Sender Sky und beteuerte: “Was ich nicht bremsen werde, ist die Euphorie. Die ist da.”

Seine Profis sind derart auf Zack, dass der Chefcoach sich sogar den Luxus leisten kann, Real-Madrid-Leihgabe Luka Jovic erneut nur als Joker einzusetzen. Dessen serbischer Kumpel Filip Kostic glänzte im leeren Sinsheimer Stadion mit dem 1:0 (15. Minute). Zudem bereitete der Flügelflitzer die Kopfballtreffer von Evan Ndicka (62.) und André Silva (64.) vor.

Mittelfeldspieler Sebastian Rode lobte “diese Stabilität und dieses Selbstbewusstsein” seines Teams. “Aktuell sind wir natürlich eine sehr, sehr gute Mannschaft”, sagte Hütter.

“Immer dieses Niveau zu halten, ist nicht so einfach. Er hat es wieder gefunden. Das hat auch mit der Rückkehr von Luka Jovic zu tun. Das tut ihm gut. Man hat gemerkt, an dem Tag, als Luka da war, hat sich bei Filip einiges bewegt. Er spielt momentan wieder auf einem sehr hohen Level”, lobte Hütter.

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