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Städte- und Gemeindebund warnt vor Wasserknappheit

Ein Rasensprenger bewässert eine Sportanlage in Brandenburg. Foto: Paul Zinken/dpa-zb-Zentralbild/dpa
Ein Rasensprenger bewässert eine Sportanlage in Brandenburg. Foto: Paul Zinken/dpa-zb-Zentralbild/dpa

Mal eben den Rasen sprengen? Mal eben den Pool mit Wasser befüllen? In manchen Gegenden Deutschlands könnte das bald zum Problem werden, warnt Gerd Landsberg.

Der deutsche Städte- und Gemeindebund warnt angesichts der Trockenheit vor Wasserknappheit in einigen Regionen in Deutschland.

„Problematisch ist der drastisch steigende Wasserbedarf in der Industrie, in der Landwirtschaft, aber auch in Privathaushalten“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Handelsblatt.

Die Gartenbewässerung und das Füllen großer Pools mit Leitungswasser könne in den Sommermonaten zum „echten Problem“ werden. Rasensprenger verteilten in einer Stunde bis zu 800 Liter Trinkwasser. „Das kann die Versorgungsinfrastruktur in manchen Regionen an ihre Grenzen bringen.“

Privathaushalte sollten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Regenwasser auffangen, sagte Landsberg. „In Einzelfällen können auch kommunale Verwendungsverbote notwendig sein.“

Landsberg verlangte „kommunale Hitzeaktionspläne“, um Menschen vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen. „Wir müssen in den Städten grüne Klimaoasen etablieren.“

Dazu gehöre es etwa, in Dach- und Fassadenbegrünungen, Sitzgelegenheiten in kühler Umgebung oder zum Beispiel auch sogenannte Wasservernebler zu investieren, so Landsberg, der anfügt: „Auch Überlegungen, den schwarzen Asphalt durch einen helleren Asphalt zu ersetzen, können Temperaturreduzierungen bringen.“

© dpa-infocom, dpa:220717-99-55743/3


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