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Mit „Dancing Queen“ zu Gold: Punzel/Hentschel siegen in Rom

Lena Hentschel (r) und Tina Punzel freuen sich über ihren Erfolg. Foto: JoKleindl/dpa
Lena Hentschel (r) und Tina Punzel freuen sich über ihren Erfolg. Foto: JoKleindl/dpa

Für Tina Punzel läuft’s bei den Europameisterschaften. Einen Tag nach dem Titel im Mixed-Synchronspringen holt die Dresdnerin auch mit Lena Hentschel erneut Gold.

An EM-Gold für Lena Hentschel und Tina Punzel hatte auch Abba einen Anteil. „Ich mache meine Playlist nach jedem Wettkampf neu. Heute war Dancing Queen am Start“, sagte Hentschel, die vor dem Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett den Hit der schwedischen Kultband gehört hatte.

„Ich brauche etwas, was mich ein bisschen pusht“, erklärte sie. Das klappte. Mit 281,16 Punkten aus fünf Sprüngen verteidigten Hentschel und Punzel ihren Europameisterschaftstitel im Foro Italico erfolgreich – und zwar deutlich. Die Italienerinnen Elena Bertocchi und Chiara Pellacani auf Rang zwei lagen gut 20 Punkte hinter dem deutschen Duo.

Titelverteidigung „echt etwas Besonderes“

Siegen im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett: Lena Hentschel und Tina Punzel in Aktion. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa
Siegen im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett: Lena Hentschel und Tina Punzel in Aktion. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa

„Ich bin total glücklich und erleichtert. Es hat super viel Spaß gemacht heute“, sagte Punzel. „Den Titel zu gewinnen, ist das eine. Ihn zu verteidigen, habe ich bisher noch nie geschafft. Das ist echt etwas ganz Besonderes.“ Bronze ging an die beiden Schwedinnen Emilia Nilsson Garip und Elna Widerström.

Die Dresdnerin Punzel und die Berlinerin Hentschel waren als Favoritinnen in den Wettkampf gegangen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio hatten sie 2021 hinter den Siegerinnen aus China und Kanada Bronze gewonnen. Bei den Weltmeisterschaften hatten sie als beste Europäerinnen Anfang Juli in Budapest Rang vier belegt.

„Ich hatte von gestern ziemlich viel Aufwind und habe Lena da mitgenommen“, sagte Punzel, die am Vortag mit Lou Massenberg den Titel im Mixed-Synchronspringen gewonnen hatte. „Der vierte Sprung ist unser Wackel-Sprung. Wenn der kommt, wird’s ein guter Wettkampf. Ich wollte mein Bestes geben und es hat funktioniert“, sagte Hentschel.

Für Hentschel war es der zweite, für Punzel der siebte EM-Titel der Karriere. Die Dresdnerin Punzel ist nach dem Karriereende von Rekordeuropameister Patrick Hausding als routinierte Athletin besonders gefordert. „Ich bin da so ein bisschen reingewachsen“, sagte sie in Rom.

„Man merkt schon, dass Patrick nicht mehr da ist. Er war der Erfahrenste und hat den ein oder andern Tipp gegeben. Aber ich glaube, ich habe auch alles mal miterlebt. Ich versuche das, was ich den jüngeren Sportlern mitgeben kann, ihnen mitzugeben.“ Mit dem nächsten Titel in der italienischen Hauptstadt untermauerte Punzel ihre Position weiter.

Fast hätte wenig später Moritz Wesemann für das zweite Edelmetall des deutschen Teams am viertem Wettkampftag der Springer gesorgt. Der 20-Jährige lag vor dem letzten Sprung vom Ein-Meter-Brett noch auf Bronzekurs, musste dann aber den Italiener Giovanni Tocci vorbeiziehen lassen. Wesemann wurde Vierter. Der zweite deutsche Teilnehmer Timo Barthel landete beim Sieg des Briten Jack Laugher auf Rang acht.

© dpa-infocom, dpa:220818-99-437718/5

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