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FFP2-Masken: Hinterkopfhalterung oft besser als Ohrschlaufen

Mit solch einem einfachen Doppelhaken lassen sich Ohrschlaufen hinter dem Kopf zusammenführen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Mit solch einem einfachen Doppelhaken lassen sich Ohrschlaufen hinter dem Kopf zusammenführen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Sie sind ein wesentlicher Begleiter unseres Alltags geworden. Doch bei vielen Menschen sitzen die FFP2-Masken nicht richtig – was laut Experten auch eine Menge mit der Halterung zu tun hat.

Berlin (dpa/tmn) – Wie gut eine FFP2-Maske vor dem Coronavirus schützt, hängt neben dem verwendeten Filtermaterial vor allem vom dichten Sitz auf dem Gesicht ab. Der beste Filter nützt nichts, wenn die Luft durch zahlreiche Leckagen an Wangen oder Nase mehr oder weniger ungehindert aus- und einströmen kann.

Hier haben Modelle mit Bändern, die hinter dem Kopf befestigt und justierbar sind, gegenüber den verbreiteten Masken mit Ohrschlaufen Vorteile, wie Peter Paszkiewicz vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) erklärt.

Zu locker oder zu eng – beides birgt Probleme

FFP2-Masken mit Ohrschlaufen sitzen häufig zu locker, was das Risiko von undichten Stellen erhöht. Oder sie sitzen zu eng, weil sich die Schlaufen nicht einstellen lassen.

Bei manchen Menschen sieht man einen zu engen Sitz im Alltag eindrücklich, wenn die Ohren von den Schlaufen regelrecht nach vorne gebogen werden. Die Haut am Ohr leidet unter diesem permanenten Ziehen und Reiben der Bänder. Reizungen sind möglich.

Hinterkopfbänder lassen sich im Vergleich dazu oft angenehmer und besser tragen. Sie pressen die Maske bei korrekter Einstellung zudem gut ans Gesicht an, was das Risiko möglicher Leckagen reduziert.

Ohrschlaufen kamen erst mit der Pandemie

Im Arbeitsschutz, für den partikelfiltrierende Halbmasken (FFP) eigentlich gedacht sind und wofür auch die entsprechende Norm EN 149 konzipiert wurde, kannte man laut Experten nur Produkte mit Hinterkopfbändern.

„Die Ohrschlaufen kamen eigentlich erst durch die Pandemie“, sagt Ingenieur Klaus Michael Rück vom Medizintechnikunternehmen Dräger. Er sieht gerade bei längerem Masketragen große Nachteile bei den Ohrschlaufen-Modellen.

Mit Halterungen nachjustieren

Wer ausprobieren möchte, ob die Modelle mit Hinterkopfhalterung besser sitzen, kann sich entweder probeweise welche kaufen. Oder man besorgt sich Halterungen, mit denen man Schlaufen-Masken hinter dem Kopf fixieren kann. Diese finden sich im Internet unter Suchbegriffen wie Verlängerungshaken, Ohrenschoner, Nackenhalter oder Mundschutzhaken. Sie kosten in der Regel wenige Euro.

Manche auch im Discounter erhältliche FFP2-Masken haben einfache Plastikhalterungen bereits beiliegen, mit denen man die Ohrschlaufen alternativ hinter dem Kopf zusammenführen kann.

Eine FFP2-Maske sitzt dicht, wenn sie sich beim Einatmen an das Gesicht ansaugt. Bei perfektem Sitz filtert sie mindestens 94 Prozent der Aerosole aus der Luft und bietet so einen sehr guten, wenngleich keinen hundertprozentigen Schutz vor Ansteckung. Abstand halten und Lüften in Räumen, beides bleibt auch mit dieser Maske wichtig.

© dpa-infocom, dpa:210510-99-538942/2

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