Beim ersten Schwimmen nach langer Zeit sollte man es auf den ersten Runden im See oder Freibad lieber etwas ruhiger angehen: “Wir warnen davor, die Kräfte zu überschätzen”, sagt Achim Wiese von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft ( DLRG) und rät zum Anbaden.
Das gilt insbesondere in diesem Jahr, weil die Schwimmhallen den Winter über aufgrund der Corona-Pandemie in aller Regel dicht waren. “Schwimmen ist wie Autofahren, das verlernt man nicht. Aber die Kondition lässt nach”, sagt Wiese.
Eltern sollten “zupacken” können
Als großes Problem sieht er, dass viele Kinder aufgrund dieser Einschränkungen nicht wirklich Schwimmen lernen konnten – das sei ein ganzer Jahrgang.
Wenn der Nachwuchs im Wasser noch nicht sicher ist, sollten Eltern immer so nah dran sein, dass sie im Zweifel “rechtzeitig zupacken können”, appelliert Wiese.
Am 1. Mai eröffneten an einigen Orten die ersten Freibäder – wo dies trotz der Corona-Pandemie möglich war. Entsprechend gilt der Tag als Startschuss in die Badesaison, mancherorts mit traditionellem “Anbaden”.
Krämpfe durch kaltes Wasser
Das Wasser hat jedoch insbesondere in Seen meist noch keine echte Badetemperatur, zumal der Mai bislang relativ kühl ist.
“Das muss man wissen, wenn man etwa in irgendeinen See oder ins Meer gehen möchte”, sagt Wiese. Krämpfe, zum Beispiel in den Beinen, können die Folge sein, weil sich die Adern wegen der Kälte zusammenziehen. “Das tut verflucht weh”, sagt Wiese. Dennoch sei es wichtig, dann Ruhe zu bewahren und zu versuchen, den Krampf zu lösen.
Gefährlich kann es werden, wenn man durch warme Außentemperaturen aufgeheizt in kaltes Wasser hineinspringt. Wiese: “Das ist wie ein Schockmoment und kann schlimmstenfalls zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen, unabhängig vom Alter. Da haben auch Jüngere mit zu kämpfen.”
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