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Bestes Wildtierfoto 2021 zeigt “überirdische Schönheit”

Bestes Wildtier. Foto: Laurent Ballesta/Wildlife Photographer of the Year/PA Media/dpa
Bestes Wildtier. Foto: Laurent Ballesta/Wildlife Photographer of the Year/PA Media/dpa

Ein Franzose ist mit laichende Zackenbarschen als “Wildlife Photographer 2021” ausgezeichnet worden. Die Jury zeigt sich begeistert: Das Foto fange eine wahrhaft explosive Schöpfung des Lebens ein.

Mit einem spektakulären Unterwasserfoto von Zackenbarschen beim Laichen ist der Franzose Laurent Ballesta zum Wildlife Photographer des Jahres 2021 gekürt worden.

Der Biologe hielt die Fische in einer milchigen Wolke aus Eiern und Spermien vor dem Pazifik-Atoll Fakarava fest. Das Foto “Creation” wurde aus mehr als 50.000 Einsendungen aus 95 Ländern ausgewählt, wie das Natural History Museum in London mitteilte.

“Überirdische Schönheit”

“Das Bild funktioniert auf so vielen Ebenen”, sagte Jurychefin Rosamund Kidman Cox. “Es ist überraschend, energisch und faszinierend und hat eine überirdische Schönheit.”

Das Foto fange einen magischen Moment ein, eine wahrhaft explosive Schöpfung des Lebens. Museumschef Doug Gurr betonte mit Blick auf die aktuelle Weltnaturschutzkonferenz in Kunming und die bevorstehende UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow, “Creation” sei “eine überzeugende Erinnerung daran, was wir verlieren werden, wenn wir den Einfluss der Menschheit auf unseren Planeten nicht ansprechen”.

Ballesta und sein Team waren fünf Jahre lang jährlich in die Lagune von Fakarava gereist und dort Tag und Nacht unter Wasser. Die Zackenbarsche laichen dort nur um Vollmond im Juli herum.

Zeltspinne mit Tuk-Tuk

Der zehnjährige Vidyun R Hebbar darf sich Young Wildlife Photographer des Jahres nennen.

Sein prämiertes Foto zeigt eine Spinne und ihr zeltartiges Netz, im Hintergrund fährt ein Tuk-Tuk vorbei. Der Junge aus Indien beteiligte sich bereits im Alter von acht Jahren an dem Wettbewerb und fotografiert mit Vorliebe Lebewesen in den Straßen und Parks seiner Heimatstadt Bangalore.

Die besten Bilder werden von diesem Freitag (15. Oktober) an bis zum Juni 2022 im Natural History Museum zu sehen sein. Danach sollen sie auch in anderen Ländern, darunter Deutschland, ausgestellt werden.

© dpa-infocom, dpa:211013-99-577658/2


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