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Schwimmen: DSV boykottiert Veranstaltungen in Russland

Deutschlands Schwimmer werden 2022 nicht mehr an Veranstaltungen in Russland teilnehmen. Foto: Deepbluemdia

Der Weltschwimmverband FINA zögert noch mit einer Absage der jeweils nach Kasan vergebenen Junioren- wie auch Kurzbahn-Weltmeisterschaften, doch der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) hat heute nach nur einem Tag der Kämpfe bereits angekündigt, dass er angesichts des Ukraine-Krieges für 2022 keine Aktiven zu Veranstaltungen oder Trainingsmaßnahmen nach Russland schicken wird.

Eine entsprechende Empfehlung hatte auch der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gegenüber seinen Mitgliedsorganisationen ausgesprochen. „Die Werte des Sports, der schon immer für ein friedliches Miteinander steht, werden mit dieser gewalttätigen Okkupation mit Füßen getreten. Unsere Gedanken sind in diesen schwierigen Zeiten bei den Menschen in der Ukraine, von denen einige auch für unsere Sportler längst zu guten Freunden geworden sind“, sagte DSV-Präsident Marco Troll (Freiburg).

Die aktuelle Entscheidung aus deutscher Sicht betrifft kurzfristig die für Anfang April angesetzten Weltcups im Wasserspringen und Synchronschwimmen in Kasan (8. – 10. April), später im Jahresverlauf sind dort auch die Junioren-Weltmeisterschaften im Schwimmen (August) und die Kurzbahn-Weltmeisterschaften (Dezember) angesetzt. Wasserballveranstaltungen stehen für DSV-Vertreter derzeit nicht auf dem Terminplan.

Nach den Vorstellungen des nationalen Dachverbandes der Schwimmsportler soll diese Entscheidung aber nicht das Ende der Fahnenstange sein: „Wir erwarten vom Weltverband FINA eine angemessene Reaktion. Solange dieser Kriegszustand herrscht, ist es jedenfalls undenkbar, dass der DSV Mannschaften dorthin entsendet“, betonte Troll.

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