Rennrad

Gent-Wevelgem 2021: Sieger van Aert, Corona-Ärger bei Bora-hansgrohe

Der Belgier Wout van Aert vom Team Jumbo-Visma jubelt bei der Zieleinfahrt über seinen Sieg. Foto: David Stockman/BELGA/dpa
Der Belgier Wout van Aert vom Team Jumbo-Visma jubelt bei der Zieleinfahrt über seinen Sieg. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

Die steigenden Corona-Zahlen gehen nicht spurlos am Radsport vorbei. Das deutsche Team Bora-hansgrohe darf nach einem Positivfall bei Gent-Wevelgem nicht starten. Es siegt Favorit Wout van Aert. Die Zwangspause für Bora wird durch starke Leistungen von Kämna in Katalonien abgemildert.

Corona-Wirbel, ein Feuer nahe des Ziels und ein Sieg von Überflieger Wout van Aert mit Ansage: Die 83. Auflage des belgischen Radsport-Klassikers Gent-Wevelgem wurde von einigen Turbulenzen begleitet.

Die deutsche Bora-hansgrohe-Mannschaft durfte zur großen Verärgerung von Teamchef Ralph Denk wie das Trek-Segafredo-Team um Titelverteidiger Mads Pedersen (Dänemark) nicht starten.

Sportlich nahm das Rennen fast schon den erwarteten Verlauf: Der belgische WM-Zweite Wout van Aert spielte im Finale seine ganze Klasse aus und siegte nach 248 Kilometern im Sprint einer siebenköpfigen Gruppe vor den Italienern Giacomo Nizzolo und Diego Trentin.

Bei Bora-hansgrohe versöhnten indes die Erfolgsmeldungen aus Spanien bei der Katalonien-Rundfahrt. Nach den starken Auftritten von Youngster Lennard Kämna und dem Etappensieg am Freitag steuerte der dreimalige Weltmeister Peter Sagan (Slowakei) am Samstag einen weiteren Tagessieg bei.

Die Gesamtwertung war dagegen eine klare Angelegenheit des Ineos-Rennstalls. Der Brite Adam Yates siegte vor seinen Teamkollegen Richie Porte (Australien) und Geraint Thomas (Großbritannien).

Starterfeld bei Gent-Wevelgem ausgedünnt

Darf mit seinem Team auch bei Gent-Wevelgem nicht starten: Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk. Foto: Matthias Balk/dpa
Darf mit seinem Team auch bei Gent-Wevelgem nicht starten: Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk. Foto: Matthias Balk/dpa

In Belgien bestimmten dagegen beim Klassiker Gent-Wevelgem die Corona-Fälle die Schlagzeilen. Obwohl der Radsport-Weltverband UCI und der Veranstalter grünes Licht gegeben hatten, durfte die Bora-Mannschaft mit Sprintstar Pascal Ackermann und dem früheren Paris-Roubaix-Zweiten Nils Politt nicht an die Startlinie.

Hintergrund ist der positive Corona-Test von Matthew Walls vom vergangenen Donnerstag. Ein Arzt hatte nun für zwei Drittel der Mannschaft eine siebentägige Quarantäne aufgrund der belgischen Coronavirus-Richtlinien verhängt, woraufhin Teamchef Denk mit Unverständnis reagierte: “Ich bin sehr enttäuscht und verärgert. Ein Allgemeinmediziner aus der Region kann eine ganze Mannschaft bei einem der größten Eintagesrennen der Welt blockieren.”

Die Organisatoren waren indes machtlos. “So sehr wir uns ein vollständiges Feld gewünscht hätten, sind wir nicht befugt, eine laufende Quarantäne außer Kraft zu setzen. Es liegt auch nicht an einem Veranstalter wie uns, zu beurteilen, ob die Quarantäne fair ist oder nicht”, twitterte indes Veranstalter-Chef Tomas Van Den Spiegel.

Auch Titelverteidiger Pedersen und Mailand-Sanremo-Sieger Jasper Stuyven (Belgien) durften bei dem Rennen nicht starten, nachdem es im Team Trek-Segafredo ebenfalls einen Corona-Fall gegeben hatte.

Neben den Corona-Ausschlüssen sorgte zudem ein Feuer in einem Recyclinghof nahe des Ziels in Menen für weitere Turbulenzen. Es musste die Streckenführung geändert werden, womit zusätzliche 1100 Meter absolviert werden mussten.

© dpa-infocom, dpa:210328-99-01790/6

weiterführende Informationen:
➡️ Informationen zu Gent-Wevelgem
➡️ Mitteilung Bora-hansgrohe
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