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Antisemitismus-Vorwürfe: Gil Ofarim hat Anzeige erstattet

Der Sänger Gil Ofarim hat in der vergangenen Woche von antisemitischer Diskriminierung in einem Leipziger Hotel berichtet. Foto: Tobias Hase/dpa
Der Sänger Gil Ofarim hat in der vergangenen Woche von antisemitischer Diskriminierung in einem Leipziger Hotel berichtet. Foto: Tobias Hase/dpa

Nach den Antisemitismus-Vorwürfen gegen Hotelmitarbeiter hat der Musiker Gil Ofarim nun Anzeige erstattet. Personal in einem Hotel soll ihn aufgefordert haben, eine Kette mit Davidstern abzunehmen.

Nach den Antisemitismus-Vorwürfen gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels hat der Musiker Gil Ofarim Anzeige in München erstattet.

Ermittler der sächsischen Polizei waren dafür am Dienstag in der bayerischen Landeshauptstadt und vernahmen Ofarim, wie die Leipziger Polizei am Mittwoch mitteilte.

Details zu den Anzeigeninhalten nannte der Sprecher nicht. Die Ermittlungen führt demnach die Kriminalpolizei Leipzig in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft.

Gil Ofarim schrieb am Dienstag auf Instagram, dass er eine Strafanzeige gegen den Mitarbeiter des Hotels “The Westin Leipzig” gestellt habe. In den letzten Tagen habe er in Interviews alles gesagt, was er zu dem Thema sagen könne. Er hoffe, dass er nach diesen “turbulenten Tagen” etwas zur Ruhe komme.

Ofarim schrieb weiter, er wolle allen für unfassbar viele, sehr persönliche Nachrichten danken und sei überwältigt, was für eine Solidarität ihm und diesem wichtigen Thema aus der ganzen Welt entgegengebracht werde. Es dürfe keinen Platz für Hass, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und Diskriminierung jeglicher Art geben.

Gil Ofarim hatte in der vergangenen Woche in einem Video geschildert, dass ihn ein Hotelmitarbeiter aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen. Ofarim ist der Sohn des israelischen Musikers Abi Ofarim (1937-2018) und in Deutschland aufgewachsen.

Der Staatsanwaltschaft Leipzig liegen bislang mehrere Anzeigen zu dem Vorfall vor einer Woche vor – auch von dem beschuldigten Hotelmitarbeiter wegen Verleumdung. Er schildert nach früheren Angaben die Vorkommnisse anders als der Künstler.

© dpa-infocom, dpa:211013-99-579366/2



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