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USA: Gouverneurswahl in Virgina ein Stimmungstest für Biden vs Trump

Ein Mann macht Bilder, während er auf die Ankunft des republikanischen Gouverneurskandidaten Glenn Youngkin bei einer Wahlkampfveranstaltung in Leesburg, Virginia, wartet. Foto: Cliff Owen/AP/dpa
Ein Mann macht Bilder, während er auf die Ankunft des republikanischen Gouverneurskandidaten Glenn Youngkin bei einer Wahlkampfveranstaltung in Leesburg, Virginia, wartet. Foto: Cliff Owen/AP/dpa

Das Interesse an der Gouverneurswahl in Virginia ist groß: Hinter den Kandidaten stehen zwei mächtige Kontrahenten: US-Präsident Biden auf der einen Seite – und Ex-Präsident Trump auf der anderen.

Ein Jahr vor den Kongresswahlen in den USA bestimmen die Bürger im Bundesstaat Virginia einen neuen Gouverneur. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Demokraten Terry McAuliffe und dem Republikaner Glenn Youngkin voraus.

Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest auch auf nationaler Ebene. US-Präsident Joe Biden hat zur Wahl McAuliffes aufgerufen, sein Vorgänger Donald Trump unterstützt Youngkin.

Trumps Republikaner wollen bei den Kongresswahlen in einem Jahr wieder die Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus erobern. Derzeit verfügen Bidens Demokraten in den beiden Kongresskammern über eine knappe Mehrheit.

Bei der US-Präsidentenwahl vor einem Jahr hatte Biden in Virginia mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung vor Trump gewonnen. Im Sommer lag McAuliffe in Umfragen noch deutlich vor Youngkin, der Republikaner schloss dann aber auf und lag zuletzt sogar leicht vorne.

McAuliffe (64) war von 2014 bis 2018 Gouverneur, Youngkin (54) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann. In Virginia ist es Gouverneuren nicht erlaubt, für zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten zu kandidieren. Sie können aber – wie McAuliffe – später ein zweites Mal antreten. Derzeit hat der Demokrat Ralph Northam das Amt inne.

Auch Ex-Präsident Obama schaltet sich ein

Joe Biden warb in der vergangenen Woche in Arlington für McAuliffe und nannte dessen Herausforderer Youngkin “einen Gefolgsmann von Donald Trump”. Ex-Präsident Barack Obama warnte bei einem Wahlkampfauftritt für seinen Parteifreund vor einer “Rückkehr zu dem Chaos, das so viel Schaden angerichtet hat”.

Donald Trump teilte am Montag auf seiner Website mit, Youngkin habe seine “volle und uneingeschränkte Unterstützung”. Er rief seine Anhänger dazu auf, die Wahllokale zu “fluten”, um damit Betrug auszugleichen. “Bei dieser Wahl steht alles auf dem Spiel.” Trump behauptet bis heute, durch Betrug um seinen Wahlsieg gegen Biden gebracht worden zu sein. Dafür gibt es keinerlei Belege.

McAuliffe versuchte im Wahlkampf, Youngkin mit Trump und einer möglichen erneuten Kandidatur des früheren Präsidenten für die Wahl 2024 in Verbindung zu bringen. Der Demokrat schrieb am Montag auf Twitter, die Wahl habe Konsequenzen weit über Virginia hinaus. “Dies ist unsere Chance, eine Botschaft an die Nation zu senden: Hier in Virginia gehen wir nicht zurück.” Youngkin rief dazu auf, mit seiner Wahl ein Signal an das Land und die ganze Welt zu schicken.

Ergebnisse der Wahl am Mittwoch

McAuliffes sinkende Umfragewerte wurden in den vergangenen Wochen auch auf die Bundespolitik in Washington zurückgeführt – Virginia grenzt an die US-Hauptstadt.

Joe Biden versucht seit langem, zwei Investitionspakete durch den Kongress zu bringen, von denen auch die Wähler in Virginia profitiert hätten. Er scheitert damit bislang an Flügelkämpfen in seiner eigenen demokratischen Partei.

Ergebnisse der Gouverneurswahl werden am Mittwoch (MEZ) erwartet. Die Wahllokale in Virginia sind von 6.00 Uhr (Ortszeit/11.00 Uhr MEZ) bis 19.00 Uhr (Ortszeit/Mitternacht MEZ) geöffnet.

© dpa-infocom, dpa:211102-99-826595/2

weiterführende Informationen:
➡️ Informationen der Wahlbehörde Virginias
➡️ Wahlkampfseite McAuliffe
➡️ Wahlkampfseite Youngkin
➡️ weitere News aus den USA



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