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Meister 2021 in Spanien: Atlético Madrid behält die Nerven

Atleticos Luis Suarez (l) bejubelt sein Tor zur 2:1-Führung mit Mannschaftskamerad Renan Lodi. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa
Atleticos Luis Suarez (l) bejubelt sein Tor zur 2:1-Führung mit Mannschaftskamerad Renan Lodi. Foto: Manu Fernandez/AP/dpa

Der neue spanische Fußball-Meister heißt Atlético Madrid: Diego Simeones Team behält im Saisonfinale die Nerven und verweist Stadtrivale Real auf Platz zwei. Das entscheidende Tor erzielt wieder einmal Luis Suárez.

Atlético Madrid hat sich im Fernduell mit Rekordchampion Real Madrid zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder die spanische Fußball-Meisterschaft gesichert: Das Team von Trainer Diego Simeone gewann dank des Siegtreffers von Luis Suárez mit 2:1 (0:1) bei Absteiger Real Valladolid und behauptete damit am letzten Spieltag Platz eins in der Primera División.

Für Real Madrid reichte auch ein spät erkämpfter 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen Europa-League-Finalist FC Villarreal nicht mehr zur erfolgreichen Titelverteidigung. Die Königlichen hätten bei zuvor schon zwei Punkten Rückstand einen Ausrutscher von Atlético benötigt. Bei Punktgleichheit hätte der Direktvergleich zugunsten von Real (2:0/1:1) entschieden.

Real Madrid musste zum Saisonschluss erneut auf 2014-Weltmeister Toni Kroos verzichten. Der Mittelfeldstar fehlte wegen seiner Corona-Infektion. Dafür war der zuletzt angeschlagene Kapitän Sergio Ramos wieder in den Kader zurückgekehrt, saß aber bis zum Ende nur auf der Bank.

Rückstände für Real und Atletico

Real-Stürmer Karim Benzema traf kurz vor Ende der Partie zum 1:1-Ausgleich. Foto: Pablo Morano/AP/dpa
Real-Stürmer Karim Benzema traf kurz vor Ende der Partie zum 1:1-Ausgleich. Foto: Pablo Morano/AP/dpa

Für beide Titelanwärter begannen ihre Partien mit einem Schock. Atlético geriet in der 18. Minute nach einem Kontertor von Oscar Plano in Valladolid in Rückstand. Stadtrivale Real musste kurz darauf ebenfalls das 0:1 hinnehmen, für Villarreal traf Yeremi Pino in der 20. Minute.

Für Unruhe hatten bei Real schon vorher die anhaltenden Spekulationen um einen Abschied von Trainer Zinedine Zidane gesorgt. Dass er seine Spieler bereits über seinen Weggang nach dieser Saison informiert haben soll, hatte der Franzose aber bestritten.

Kurz nach der Pause folgten dann weitere Nackenschläge für Real. Erst wurde ein Kopfballtor von Karim Benzema wegen einer Abseitsposition aberkannt, dann glich im Parallelspiel Atlético dank Ángel Correa aus (57.).

Als Top-Torjäger Suarez zehn Minuten später zum 2:1 für Spitzenreiter Atletico traf, schwanden die Chancen von Real auf ein Minimum. Benzema (87.) und Luka Modric (90.+2) sicherten zumindest noch den Heimerfolg, doch für den Titel genügte das nicht mehr.

Barcelonas Oscar Mingueza (l) im Laufduell mit Eibars Kike Garcia, der den Ball eng am Fuß führt. Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa
Barcelonas Oscar Mingueza (l) im Laufduell mit Eibars Kike Garcia, der den Ball eng am Fuß führt. Foto: Alvaro Barrientos/AP/dpa

Hinter den beiden Top-Clubs aus Madrid standen bereits der FC Barcelona und der FC Sevilla als weitere Champions-League-Starter fest.

Bei Barça ist die Zukunft von Coach Ronald Koeman nach dem Verpassen der Saisonziele offen, auch Superstar Lionel Messi könnte den Verein verlassen. Der 33-Jährige hatte sich vorzeitig in den Urlaub verabschieden dürfen und fehlte beim abschließenden 1:0 in Eibar ebenso wie Torwart Marc-André ter Stegen, der sich einer Knieoperation unterzogen hat.

© dpa-infocom, dpa:210522-99-706539/3

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